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Neue Evidenz: War Swissair-Crash Sabotage?

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swissair_flug_111So selten sich Abstürze von Linienmaschinen, in Relation zur Zahl der Flüge, auch ereignen, so sehr erregen sie immer wieder die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Und in einigen Unglücksfällen bleibt ein bitterer Beigeschmack. War es wirklich ein Unfall oder könnte Sabotage dahinter stecken? Im Juni 2009 stürzte eine Maschine der Air France in den Atlantischen Ozean. 1999 brachte der angebliche Selbstmord des Piloten eine Maschine von Egypt Air zum Absturz. 1996 explodierte eine Boeing 747 (TWA 800) vor der US-Küste und einigen Zeugen glauben, den Einschlag einer Rakete beobachtet zu haben. Und 1998 erfolgte der Crash von Swissair Flug 111 vor der Küste Nova Scotias. Morgen, Freitag, wird im kanadischen Fernsehen eine Dokumentation ausgestrahlt, die über den Verdacht der Sabotage berichtet.

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Am Abend des 2. September, um 20:18 EST, startete Flug 111 der Swissair mit 229 Menschen an Bord vom New Yorker John F. Kennedy Airport. Von 20:33 Uhr bis 20:47 Uhr war der Funkkontakt aus unerklärlichen Gründen unterbrochen. Um 22:14 AT (21:14 EST) meldete der Pilot einen Notfall. Vorbereitungen für eine Notlandung in Halifax wurden getroffen. Doch kurz darauf beobachteten Augenzeugen, wie die Maschine nahe der Küste zu einer Landung auf dem Meer ansetzte.

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Ich saß an diesem Abend vor dem Fernsehgerät und beobachtete die Ereignisse live auf CTV. Die Bilder zeigten immer wieder eine Reporterin, die von Fischerbooten berichtete, die nach der möglicherweise auf dem Meer treibenden Maschine suchten. Im Hintergrund standen einige Rettungsfahrzeuge. Ich erinnere mich an meine Verwunderung über die Art der Berichterstattung. Dem Fernsehteam stand offensichtlich kein Hubschrauber zur Verfügung. Auch fand ich es sonderbar, dass keinerlei Bilder von den Fischerbooten aus gesendet wurden.

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Ich weiß nicht mehr die genaue Uhrzeit. Es war zumindest eine Stunde nach dem vermuteten Absturz. Am Ende eines Werbeblocks waren dann doch plötzlich kommentarlose Bilder von einem Fischerboot zu sehen. Ein lebloser Mann in gelber Schwimmweste wurde gerade ins Boot gezogen. Nach einigen Sekunden erschien kurz der folgende Text: „Can they get away with murder?“ – „Kommen sie mit diesem Mord davon?“

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Die Sprecherin entschuldigte sich kurz für die technische Panne. Dann ging die Berichterstattung in der zuvor beschriebenen Weise weiter.

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Im Jahr 1998 gab es noch lange kein Youtube und somit steht auch leider keine Aufzeichnung dieser technischen Panne zur Verfügung. Passierte wirklich der sonderbare Fehler, dass am Ende der Werbespots unerwünscht passende Archivbilder gesendet wurden? Könnte es sein, dass es sich um Live-Bilder handelte, die aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren und ein Techniker folgte seinem Gewissen? Obwohl der eingeblendete Text für diese Version sprechen würde, bleibt es natürlich Spekulation. Und die Bilder existieren letztendlich auch bloß in meiner Erinnerung.

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Tage nach dem Unglück erschienen in einigen Zeitungen Meldungen über einen ansehnlichen Schatz, der sich an Bord befand. So berichtete CNN am 14. September, dass sich neben einem Picasso auch vier Pfund Diamanten sowie 110 Pfund Gold und Bargeld an Bord befanden. Beim Sender und Empfänger handelte es sich um namentlich nicht genannte amerikanische Banken. Der staatliche kanadische Fernsehsender CBC beziffert den Wert der kostbaren Fracht auf eine halbe Milliarde Dollar. Außerdem wird erwähnt, dass sich unter den Passagieren ein saudischer Prinz und ein Verwandter des letzten Schahs von Persien befanden.

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In der Ankündigung für die Dokumentation am Freitag wird erklärt, dass diese auf den Ermittlungen des ehemaligen kanadischen Polizeioffiziers Tom Juby basiert.

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Obwohl der Dokumentarfilm unter Mitwirkung des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) entstanden ist, wurde dort beschlossen, ihn nicht zu senden. „Die bisherigen Recherche-Ergebnisse würden eine Ausstrahlung zum jetzigen Zeitpunkt nicht rechtfertigen“, zitiert Südostschweiz.ch Diego Yanez, den Chefredakteur von SRF. Ein Bericht bei 20-Minuten-Online lässt schon in der Schlagzeile wissen, dass es sich bei den „Halifax-Gerüchten“ um „Unsinn“ handle. Experten der damaligen Untersuchungskommission würden die These zurückweisen.

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Dass sich der staatliche kanadische Rundfunksender CBC tatsächlich darauf einlassen könnte, haltlose Spekulationen zu verbreiten, ist allerdings nur schwerlich zu erwarten. Einige sonderbare Vorfälle im Zusammenhang mit dem Absturz von Swissair Flug 111, wie das Versagen des Flugdatenschreibers während der letzten sechs Minuten, sind seit langem bekannt. Trotz einer angekündigten Schatzsuche nach dem Gold und den Diamanten im Auftrag des Versicherers Lloyds, wurden bis jetzt keine Informationen über einen möglichen Erfolg veröffentlicht. Was in der angekündigten Dokumentation noch alles ans Tageslicht kommen wird, darüber wird The Intelligence selbstverständlich berichten.

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