Die Krise News (70) – Showtime!
Für die heutige News ließ ich extra mein „Kleines Schwarzes“ ändern (Ersatzstoff war noch vorhanden) und eine Showtreppe installieren: Oliver Welke und sein Team erhielten die Auszeichnung, die sie sich verdient haben: Gut, das könnte jetzt alles Mögliche sein, eine kleine Statue für bestes politisches Kabarett, beste Fernsehunterhaltung, besten Humor etc. pp. Nein, tatsächlich ists der renommierte und noch nicht in den Sog der Unglaubwürdigkeit gerissene Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus! Ja, ich weiß, dies ging dieser Tage bereits durch sämtliche Medien, ich finde aber, es kann nicht oft genug erwähnt werden: Für mich steht der Welke eben nicht erst seit dieser Woche auf Augenhöhe mit Antonia Rados, Wolf von Lojewski, Gerd Ruge und wie die Preisträger alle heißen. Und ich muss hier nicht neutral sein, ich such mir raus, über wen ich gerne schreibe.
Da tangiert es mich nicht mal peripher, warum sich Jessica Schwarz splitternackt auf den Hotelflur aussperrte, dass sich Doreen von ihrem Sido trennte („Aufflackernde Vernunft“ könnte der Titel einer der nächsten News werden), oder George Clooney Wahlkampf für Obama betreibt. Um es noch deutlicher auszudrücken: Es würde mich nicht mal interessieren, wenn Jessica Schwarz Wahlkampfhilfe leistete und der Clooney an seinem heutigen Geburtstag splitterfasernackt auf dem Hotelflur stünde. Traditionell ziehe ich nun mal die natürliche Bohne jedem Plastikkaffeekäpselchen vor.
Deshalb schnell zurück zur heute-Show: Der Olli steht bei mir nur auf Platz 2, den besten Platz in meinem Herzen hat sich Gernot Hassknecht erfuchtelt! Wenn er das Rumpelstilzchen gibt, möchte ich am liebsten mit Baldriantropfen und Defibrillator bewehrt in seiner Nähe sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mindestens drei Assistenten ähnlich bestückt und nur zu diesem Zwecke hinter den Kulissen bereitgestellt stehen!
Meine heutige Euphorie liegt aber nicht allein in Hassknechts Tiraden begründet, keine geringere als Angela Merkel hat sie zusätzlich ausgelöst: Sie schmeißt offensichtlich hin! Wie anders ist ihre Aussage zu den Wahlen in Schleswig-Holstein zu verstehen? Sie, Befürworterin, nein, Verfechterin der Generationen knebelnden ESM-Verträge, sie, die Dame mit einer Lobbyismus geprägten Regierungsmannschaft im Rücken und Adoptivmutter des kleinen Philipp, der das Wort sozial nicht einmal im Zusammenhang mit Marktwirtschaft richtig zu deuten weiß, genau diese Frau fordert die Wähler auf, „eine ...Politik ... zum Schaden unserer Kinder und Enkel“ abzuwatschen! Was der ein oder andere CDUler mit der rot-grünen Verschuldungspolitik in NRW in Verbindung bringen mag, ist für mich das Zeichen dafür, dass selbst bei Kanzlerinnen reiferen Alters noch so etwas wie Gewissen und Erkenntnis aufkeimen können und sie der Opposition die Regierungsgeschäfte übergebe möchte.
Sollte sich dieser Traum doch nur als Showeinlage entpuppen, so bleibt wenigstens noch für ein paar Wochenendstunden eine schöne Illusion.
In diesem Sinne,
Eure KriSe


