Kartellamt verhindert Markt-Manipulation – Benzinpreis bleibt stabil
Bonn – In letzter Minute gelang es heute dem Bundeskartellamt, die Bildung eines höchst gefährlichen Kartells zu verhindern. Es bedrohte die faire Preisfindung für Benzin und Diesel und war geeignet, die Regeln von Angebot und Nachfrage völlig auf den Kopf zu stellen. Nach dem beherzten Eingreifen der Wettbewerbshüter ist die zu befürchtende Preisdrückerei glücklicherweise ausgeschlossen, die Preise entwickeln sich normal.
In den vergangenen Wochen war der Preis für Kraftstoffe in die Höhe geschnellt, angeblich aufgrund der angespannten internationalen Situation. Etliche Beobachter hatten dahinter zwar eine gezielte Strategie der wenigen marktbeherrschenden Anbieter wie Total, Shell und Aral vermutet. Tatsächlich aber, betont Gebhardt Laissez-Faire, der Leiter des Bundeskartellamts, drohte die Gefahr von ganz anderer Seite: „Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit kam es zu einer unannehmbaren Zusammenrottung auf Verbraucher-Seite. Wir gehen davon aus, dass hier ein sogenanntes Einkaufs-Kartell gebildet werden sollte.“
Im bisher unbedarften und harmlosen Milieu der Autofahrer habe sich, hauptsächlich über das Internet und soziale Netzwerke, eine äußerst bedenkliche Haltung herausgebildet. Neben dem nicht ernstzunehmenden Aufruf, mal einen Tag nicht zu tanken, seien auch tatsächlich zur Mark-Beeinflussung geeignete, z.T. schon bösartig zu nennende Ideen zur Absprache auf Konsumentenseite veröffentlicht worden. In der Art eines „rollenden Streiks“ sollte abwechselnd immer nur ein Anbieter boykottiert werden, solange, bis die Monopolisten zu einer dauerhaften Preissenkung bereit wären.
Kartellamts-Chef Laissez-Faire erläuterte, wegen gezielter Wettbewerbs-Verzerrung sei hier ein Eingreifen unerlässlich geworden. „Das ist ein klarer Fall von Markt-Manipulation. Auf der einen Seite hätten einige wenige Firmen ohne nennenswerten Einfluss gestanden, auf der anderen Millionen einheitlich agierender Autofahrer, die rücksichtslos ihr Interesse am billigen Sprit durchdrücken.“ Auch künftig würden derartige Aktionen wegen des drohenden immensen wirtschaftlichen Schadens unterbunden. „In einer freien Marktwirtschaft geht es nicht an, dass die Verbraucher die Preise diktieren.“
Anmerkung: Bei diesem Artikel handelt es sich zum Glück um Satire.









